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Dieter Kozlarek

Der wohl älteste Polier Deutschlands.

Interview und Text: Michael Block

Es ist kurz nach fünf Uhr morgens in Gladbeck. Während die meisten noch schlafen, sitzt Dieter Kozlarek mit seiner Inge am Frühstückstisch. Ein fester Rhythmus, seit Jahrzehnten. Danach zieht es ihn raus, meist auf eine Baustelle in der Region. Auch heute noch, mit 87 Jahren, an ein bis zwei Tagen in der Woche. „Ich bin zufrieden, wenn ich sehe, was ich geschafft habe“, sagt er. Ein Satz, der viel über ihn erzählt.

 

Ein Mann, der bleibt – und der nie viele Worte brauchte, um viel zu sagen.

Dieter Kozlarek hat bisher 72 Jahre gearbeitet. Er hat Bergbau und Betonbau und ganze Generationen von Kollegen erlebt. Er sagt, er sei „nur ein normaler Arbeiter“. Aber das stimmt nicht.

Kindheit im Ruhrgebiet – Schule des Zusammenhalts

Geboren 1938 in Münster, groß geworden im Gelsenkirchener Kiosk seiner Tante, zwischen fünf Kindern, Kunden, Kisten und Gesprächen. „Früher hatten die Leute weniger, aber mehr miteinander“, sagt Kozlarek. Es ist diese frühe Lektion von Gemeinschaft und Verantwortung, die ihn geprägt hat.

Mit 14 Jahren verlässt er die Schule. Sein Traum: wie die Männer aus der Nachbarschaft unter Tage arbeiten. „Nach dem Krieg waren die Bergleute die Helden im Viertel.“ Die Ausbildung auf Zeche Nordstern ist hart, körperlich und mental. Zwei Jahre über Tage, ein Jahr darunter. Bis ein tödlicher Unfall seinen engsten Freund trifft. Ein Moment, der alles ändert. „Da war Schluss. Ich bin gegangen. Das hat mich komplett durchgerüttelt.“

 

Aufbruch ins Bauhandwerk: Vom Hilfsarbeiter zum Polier

Kozlarek fängt neu an, als Hilfsarbeiter auf Baustellen. Er lernt Betonbau, musste als Lehrling dem Polier noch die Schuhe putzen und fährt an Wochenenden nach Dortmund zur Schule, nimmt Kollegen im eigenen Auto mit. 

„Wer helfen kann, hilft. So kommt man gemeinsam voran.“


Ein Satz, der zu seinem Berufsverständnis wird. Aus Fleiß und Ehrgeiz wird ein Weg nach oben: zum Werkpolier, zum Polier, zum Mann, der Verantwortung trägt – und auf dessen Wort man sich verlassen kann.

Weit mehr als ein halbes Jahrhundert Baugeschichte – und ein Mann mittendrin

Bei Stecker & Roggel in Gelsenkirchen, später dann bei der Fenne Baugesellschaft in Gladbeck, hat Kozlarek fast jede Entwicklung am Bau erlebt: „Früher haben wir alles mit Brettern geschalt, heute kommen fertige Systeme. Maurer konnten mal im Kleinformat mauern, zum Beispiel Kreuzverband – sieht man heute kaum noch.“

Er erzählt das nicht nostalgisch, sondern nüchtern. Der Bau sei moderner geworden, sicherer, respektvoller. „Früher war’s rauer, mehr Konflikte. Da musste ich auch mal jemanden wegschicken.“ Ehrlichkeit bleibt für ihn der wichtigste Wert – dazu ist Qualität das A und O.

 

Seit über 30 Jahren gehört er zur Fenne-Mannschaft. „Wer einmal Teil der Familie ist, bleibt dabei“, sagt er schlicht.

 

 

„Handwerk muss Spaß machen. Wer es nicht gern macht, hält nicht durch.“

Mentor für Generationen

 

Er hat viele ausgebildet, begleitet, streng, aber fair. „Die Besten waren nie die Lautesten. Sondern die, die zugehört haben.“

Familie, Arbeit, Heimat

Privat ist Kozlarek ein Mensch der leisen Töne und der Konstanten: Inge, seine Partnerin seit über 50 Jahren, der große Garten, der ihn manchmal mehr stört als entspannt. Urlaub braucht er nicht. „Ich kann nicht einfach rumsitzen. Ich brauche Bewegung und Aufgaben.“

Aber die Spaziergänge, Kaffee und Kuchen mit seiner Inge im münsterländischen Reken, die sind ihm wichtig. Und Weihnachten, wenn der Sohn – heute Professor in Mexiko, zwei Doktortitel – mit Familie zu Besuch kommt. „Das ist mein Fest.“

 

Weihnachten bei Fenne – und der Wert des Zusammenhalts

Und wenn Kozlarek von den Weihnachtsfeiern bei Fenne spricht, wird seine Stimme weicher. „Ehrungen, Geschenke, selbst zu Corona Pakete nach Hause. Das zeigt Zusammenhalt.“ Für ihn ist das mehr als Tradition. Es ist Anerkennung.

Caroline von Möller, Geschäftsführerin der Fenne Baugesellschaft, beschreibt ihn so: „Herr Kozlarek ist ein echtes Vorbild. Seine Erfahrung, Zuverlässigkeit und Freude an der Arbeit bereichern unser Unternehmen jeden Tag. Gerade in der Weihnachtszeit merkt man, wie wertvoll Zusammenhalt und Wertschätzung sind. Und er verkörpert diese Werte wie vielleicht kaum ein anderer.“

Ein Leben auf dem Bau, ohne große Worte

Er selbst fasst sein Leben in einem einzigen Satz zusammen:

 

„Ich bin kein Mann der großen Worte – aber wenn ich was sage, stehe ich dazu.“


Ein Satz, der am Ende viel größer klingt als er ihn meint.

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Jedes unserer realisierten Bauprojekte entsteht durch erfolgreiche Teamarbeit. Grundlage hierfür sind wertschätzende, langjährige Bindungen an unsere Mitarbeiter und ein stetig wachsender Erfahrungsschatz. 

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